Notfallmanagement am Standort Etzel


Brandschutz

Grundsätzlich sind alle Betriebsanlagen am Standort Etzel nach Maßgabe des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes ausgestattet.

Zum vorbeugendem Brandschutz gehören z.B. bauliche Vorkehrungen und organisatorische Maßnahmen (z.B. Pläne, Schulungen der Mitarbeiter) sowie Sicherheitseinrichtungen wie Brandmeldeanlagen, mobile Feuerlöscher, feste Löscheinrichtungen mit Löschwasserversorgung und Feuerlöschanlagen in den Gasanlagen (abwehrender Brandschutz).    

Unterstützung durch externe Kräfte im Schadensfall

Für alle Betriebsanlagen der Betreiber auf dem Kavernengelände liegen zugelassene Brandschutzbetriebspläne und behördlich geprüfte Gefahrenabwehrpläne vor.

Darüber hinaus gibt es innerbetriebliche Regelungen und Alarmpläne, in denen die Abläufe im Falle von Schadensereignissen festgelegt sind. Die Unterstützung im Notfall durch externe Kräfte wird in Kooperationen bzw. privatrechtlichen Vereinbarungen geregelt. So ist
STORAG ETZEL wie andere führende Gasspeicherbetreiber in Deutschland Teil des sogenannten „STOREMAN“-Konsortiums, dass das für den eventuellen Ernstfall notwendige Lösch-Equipment vorhält. 

Die Gesamtverantwortung für alle feuerwehrtechnischen Maßnahmen liegt bei den Betreibern am Standort.

Mehr über STOREMAN

Die Ausrüstung für das Storage Emergency Management (STOREMAN) befindet sich rd. 130 km von Etzel entfernt auf dem Gelände eines Service-Unternehmens in Emmen (Niederlande), wo es in stän­diger Bereitschaft gehalten wird.

Im Einsatzfall übernimmt das Unternehmen die komplette Logistik für die kurzfristige Mobilisation der Gerätschaften zum Schadenort und koordiniert die Alarmierung der hochqualifizierten Notfallgruppe. Für den Einsatz, so auch für das Kavernenfeld Etzel, liegen speziell ausgearbeitete Pläne vor, z.B. für die Anfahrt, Aufstellung der Ausrüstung, Energie- und Wasserversorgung sowie Einrichtung der Kommandostelle, so dass die Schadenbekämpfung zielgerichtet und koordiniert erfolgen kann.

Das Notfall-Team von STOREMAN konzentriert sich darauf, die Kontrolle über das Störfallereignis zu erlangen und dafür zu jeder Zeit das sichere Arbeiten der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Bis zum Abschluss der Notfallmaßnahmen spielt das ständige Kühlen mit Wasser zum Schutz von Ausrüstung und Personal im Gefahrenbereich eine wesentliche Rolle, weshalb das Wassermanagement einen Großteil der Ausrüstung einnimmt.

Im Gegensatz zur Störfall-Bekämpfung des STOREMAN-Teams übernehmen die Feuerwehren und andere Hilfskräfte entsprechend dem vorliegenden Sicherheitskonzept der STORAG ETZEL und behördlichen Notfallplänen im Wesentlichen praktische und organisatorische Aufgaben zur Absicherung des Gefahrenbereichs nach außen. Hierzu gehören  ins­besondere Schutzmaßnahmen zur Personen- und Verkehrssicherung, zur Schadenminderung sowie weitere erforderliche Unterstützungs­leistungen.
 


Aufstellungsplan für Ausrüstungen, insbesondere Wassertanks, Pumpen und Versorgungsleitungen

Ausrüstungen zur Wasserversorgung; im Hintergrund: Wassermonitore in Betrieb mit Kühlwasserschleier

Schweres Gerät zur Beräumung und Behandlung der Schadensstelle

Austritt von Rohöl

Im Falle eines Austritts von Rohöl am Standort besteht ein Kooperationsvertrag mit der Nord-West-Ölleitungs-GmbH (NWO) zur Unterstützung mit Mannschaft und Material.

Bei der NWO in Wilhelmshaven ist zusätzliche Ausrüstung der STORAG ETZEL eingelagert. Eigene Dienstleister stehen in 24-Stunden-Bereitschaft zur Verfügung und bei Bedarf ist ein Zugriff auf weitere Spezialdienstleister möglich.

Personenrettung

Hinsichtlich Personenrettung bzw. Krankentransport besteht ein Vertrag mit dem Landkreis Wittmund zur Nutzung eines privaten Dienstleisters aus Friedeburg.

Schwere Personenrettung und Brandbekämpfung außerhalb der Prozessanlagen

Die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Friedeburg unterstützen im Falle von schweren Fällen der Personenrettung auf dem Betriebsgelände außerhalb der Prozessanlagen (z.B. Werkstatt, Sozial- und Verwaltungsgebäude).

Dies ist durch einen Kooperationsvertrag zwischen der Freiwilligen Feuerwehr bzw. der Gemeinde Friedeburg und den Betreiberfirmen abgedeckt. Der Vertrag sieht unter anderem eine finanzielle und zweckgebundene Unterstützung der örtlichen Feuerwehren durch die Betreibergesellschaften, aber auch die Beschaffung und Zurverfügungstellung von Ausrüstungen durch die Betreibergesellschaften vor.

Jährlich wird eine Übung der Freiwilligen Feuerwehren im Kavernenfeld Etzel durchgeführt.