Auswirkungsanalyse

Derzeit werden im Rahmen einer Auswirkungsanalyse die Senkungswirkungen aus Kavernenbau und -betrieb auf die Schutzgüter wie Gebäude und Infrastruktur, Wasser, Natur und Landschaft auf der Grundlage der Senkungsprognose der BGR aus 2016 untersucht.

Ziel ist eine weitgehende Erhaltung des Status quo, d.h. Erhalt des wesentlichen Charakters der Kulturlandschaft Etzel, Sicherung der Siedlungsbereiche inklusive Wohnbebauung und bedeutsame Bauwerke, Wasserver-/entsorgung sowie Landwirtschaft und Infrastruktur. Die "Trockenhaltung" des Senkungsgebietes soll durch ortsübliche wasserwirtschaftliche Maßnahmen (Polderung) gewährleistet werden.

Seit Anfang 2016 des Jahres erfolgten vorbereitende Arbeiten und Untersuchungen, z.B. die Aktualisierung des hydrogeologischen Modells, biologische Kartierungen und Bestandsaufnahmen. Im Juni 2016 wurden die Sachverständigen zusammen mit Partnerbüros für Wassertechnik und Landschaftsplanung beauftragt. Eine erste Informationsveranstaltung für beteiligte Behörden ist im Mai 2016 erfolgt, die Kickoff-Veranstaltung mit den Planungsbüros im August des Jahres.

Zurzeit laufen Modellierungen und Anpassungsarbeiten unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Senkungsprognose. Die biologische Kartierungen und Bestandsaufnahmen konnten im Januar 2017 abgeschlossen werden, die Auswertung läuft planmäßig. Ein Statusgespräch für Fachbehörden, Kommunen und Sielacht hat im Februar 2017 stattgefunden. Die Auswirkungsanalyse soll bis voraussichtlich Mitte 2018 fertiggestellt werden.

Ergebnisvorstellung der Auswirkungsanalyse auf der Kavernenbeiratssitzung am 17.09.2018

"Trockenhaltung" des Senkungsgebiets mit bewährten Maßnahmen der Wasserhaltung machbar

Wesentliche Aussagen und Ergebnisse zur Auswirkungsanalyse Etzel wurden gestern (17.09.2018) seitens STORAG ETZEL und den beauftragten Fachfirmen den Beiratsmitgliedern und der Öffentlichkeit vorgestellt.  Im Ergebnis wird die Machbarkeit der „Trockenhaltung“ des Senkungsgebiets durch bewährte Maßnahmen der Wasserhaltung erreicht (konservative / ungünstige Modellannahmen, z.B. Hochwasser HQ100).

Nachfolgend das kurze Fazit der Auswirkungsanalyse:

  • Alle Maßnahmen (Investitionen) erfolgen während der Betriebszeit der Kavernenanlage
  • Die laufenden Betriebskosten (Energie, Instandhaltung, Unterhaltung) sind überschaubar
  • Die erforderlichen Maßnahmen sind skalierbar, sie können in Abhängigkeit vom tatsächlichen Senkungsverlauf  flexibel angepasst und umgesetzt werden
  • Die gesetzten Schutzziele werden erreicht
  • Die Kosten der bergbaubedingten Maßnahmen werden vom Verursacher / Betreiber getragen

Hintergrund:

Im Rahmen der Auswirkungsanalyse werden seit Mitte 2016 die Senkungswirkungen auf die Schutzgüter auf der Grundlage der Senkungsprognose untersucht. Die Auswirkungsanalyse hat die weitgehende Erhaltung des Status quo zum Ziel, d.h. der Erhalt des wesentlichen Charakters der Kulturlandschaft Etzel und Sicherung der Siedlungsbereiche. Dies soll durch „Trockenhaltung“ des Senkungsgebietes durch bewährte wasserwirtschaftliche Maßnahmen erreicht werden, bei denen Eingriffe in die Ökologie so gering wie möglich gehalten werden sollen.

Im Rahmen der Auswirkungsanalyse wird das Schutzgut "Gebäude und Infrastruktur" im Sektor 1 hinsichtlich der Senkungswirkungen untersucht und bewertet Im Sektor 2 (Grund- und Oberflächenwasser) werden Modellrechnungen zu Auswirkungen, Analysen zu Gegenmaßnahmen in Zeitschritten bearbeitet. Beim Sektor 3 (Natur, Landschaft & Landwirtschaft) werden Untersuchungen und Bewertungen zur Entwicklung in Abhängigkeit von Maßnahmen bearbeitet. Es fanden regelmäßige Status- und Fachgespräche zu allen Schutzgutbereichen mit Kommunen, zuständigen Fachbehörden des Landkreises und anderer betroffener Träger öffentlicher Belange (TÖB) statt.

Die Auswirkungsanalyse belegt, dass die bergbaulichen Senkungswirkungen dauerhaft beherrschbar und steuerbar sind. Der Ergebnisbericht wird Bestandteil des neuen Rahmenbetriebsplans von STORAG ETZEL.