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Wilhelmshaven kann Drehkreuz für deutsche und europäische Wasserstoffwirtschaft werden

Luftbild der Kavernenanlage Etzel Öffnet Bild in neuem Tab

Die Kavernenanlage Etzel


Wilhelmshaven hat beste Chancen, ein wichtiges Drehkreuz für Wasserstoff zu werden. Mehrere Großprojekte rund um den zukunftsträchtigen Energieträger, der eine tragende Säule der Energiewende werden soll, sind hier geplant. Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, und Siemtje Möller, SPD-Bundestagsabgeordnete für Wilhelmshaven, haben die beteiligten Unternehmen an einem „Runden Tisch Wasserstoff“ zusammengebracht. Am vergangenen Freitag wurde besprochen, wie Wilhelmshaven als H2-Knotenpunkt in Europa für Import, Erzeugung, Speicherung, Transport und Verbrauch entwickelt werden kann.

„Wasserstoff sowie deren Derivate sind ein elementarer Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität und bieten enorme Chancen für Wertschöpfung und zukunftsfähige Arbeitsplätze. In Niedersachsen haben wir das schon früh erkannt und arbeiten jetzt mit Hochdruck und mit vielen Partnern daran, die nötigen Voraussetzungen für eine starke Wasserstoffwirtschaft im Norden zu schaffen“, sagt Olaf Lies. Dazu gehöre, zusätzlich zum länderübergreifenden Wasserstoffnetz Importkapazitäten für Wasserstoff zum Beispiel per Schiff zu schaffen. „Wilhelmshaven hat großes Potenzial eine wichtige Schnittstelle für Wasserstoff in Europa zu werden. Diese Chance wollen wir gemeinsam mit den Unternehmen, die in der Region investieren wollen, nutzen“, betont Siemtje Möller.

Wilhelmshaven ist als einziger Tiefwasserhafen Deutschlands optimal geeignet für entsprechende neue Anlandeterminals sowie die Nutzung vorhandener Hafeninfrastruktur. Gleichzeitig ist eine Anbindung an das geplante deutsche Wasserstoffstartnetz leicht möglich: Bis 2030 soll mit rund 1.100 Kilometer Pipeline maßgeblich in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen der Start für ein deutschlandweites Wasserstoffnetz und die Anbindung an die Niederlande gelegt werden. Hierzu können vorrangig ausgewiesene Korridore oder bereits vorhandene Fernleitungen genutzt werden. Die unmittelbare Nähe zu bestehenden Onshore-Windparks in der Region sowie weiteren in der deutschen Nordsee geplanten Offshore-Windparks machen Wilhelmshaven und Umgebung zusätzlich zu einem idealen Standort für Elektrolyseanlagen über die grüner Wasserstoff erzeugt wird. Im nahegelegenen Etzel
kann der Wasserstoff zudem im industriellen Maßstab skalierbar zwischengespeichert werden. Insgesamt bietet die Region damit die notwendigen Bedingungen dafür, den Hochlauf der Wasserstoffindustrie für die Energie- und Mobilitätswende in Deutschland erfolgreich zu gestalten.

Zu den Wasserstoffprojekten, die zeitnah realisiert werden sollen, gehört maßgeblich „Green Wilhelmshaven“ des Energieunternehmens Uniper: Dabei soll Wasserstoff aus importiertem grünem Ammoniak sowie aus Windstrom erzeugt werden. Der Speicherbetreiber STORAG ETZEL will in dem Forschungsprojekt "H2CAST Etzel" und dem Entwicklungsprojekt "HYDRA" das südwestlich von Wilhelmshaven gelegene Kavernenfeld Etzel zu einem der führenden Wasserstoffspeicher Europas umrüsten. Für die Anbindung von Wilhelmshaven an das Wasserstoffstartnetz sorgt das Projekt "WH2Connect" der Gasfernleitungsnetzbetreiber Nowega und OGE. Weitere Wasserstoffprojekte im Einzugsgebiet des Drehkreuzes Wilhelmshaven sind von den Unternehmen H2 Green Power & Logistics, N-Ports, Nord-West Oelleitung GmbH, Vynova Wilhelmshaven und Wintershall Dea geplant.


Gemeinsame Presseinformation von Nowega / OGE / STORAG ETZEL / Uniper