Erste Erkenntnisse zum Druckanstieg bei Kaverne – Förderstrang hat sich gelöst

Friedeburg-Etzel

Die eingeleiteten Überprüfungen an der Kaverne in Etzel, bei der am vergangenen Wochenende ein ungewöhnlicher Druckanstieg registriert worden ist, haben zu ersten Zwischenergebnissen geführt.

Nach Einschätzung der Experten, die mit der Untersuchung beauftragt sind, hat sich untertage der Gasförderstrang, der von einem weiteren Rohr umgeben ist, in rund 50 Metern Tiefe gelöst.

Durch die entstandene Öffnung zwischen den beiden Rohrstücken des Förderstrangs strömte Gas in den sogenannten Kontrollringraum zwischen beiden Rohren. In diesem Hohlraum, der durch die Leitstelle ständig überwacht wird, wurde ein Druckanstieg festgestellt, was zur vorläufigen Einstellung der Arbeiten an der Kaverne und zur Einleitung der Untersuchungen geführt hatte. Durch die Zweifachverrohrung handelt es sich um ein doppelt gesichertes, geschlossenes System, aus dem kein Gas in die Atmosphäre entweichen kann.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bereits im Februar dieses Jahres an einer anderen Kaverne. Auch damals hatte sich ein Förderstrang gelöst, auch hier hatte das Frühwarnsystem einen Druckanstieg angezeigt. Fachleute der IVG Caverns und Experten des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) kümmern sich zurzeit gemeinsam mit externen Spezialisten um die genaue Ursachenforschung, die exakte Ermittlung des Schadensumfangs sowie die Entwicklung eines konkreten Reparaturplans. Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde.

Die Kaverne selbst bleibt bis zum Abschluss aller notwendigen Schritte außer Betrieb. Über den Fortgang der Untersuchungen und den weiteren Verlauf der Arbeiten wird IVG Caverns weiterhin regelmäßig berichten.