Umweltschutz

Die Kavernenanlage in Etzel zählt zu den saubersten und umweltfreundlichsten Speicheranlagen, da von ihnen so gut wie keine Schadstoffemissionen oder Lärmbelästigungen ausgehen.

Der eigentliche Betrieb der Kavernen erfolgt zentral durch die Obertageanlagen am bestehenden Standort Etzel. Von den Anlagen selbst gehen keine nennenswerten Umweltbeeinträchtigungen aus, da die Pumpen, Gasverdichteranlagen und die sonstigen Einrichtungen elektrisch betrieben werden. Die vorhandenen Verdichteranlagen sind schallisoliert eingehaust, um Lärmemissionen im Umfeld zu vermeiden. Nicht der Betrieb, sondern notwendige Baumaßnahmen können temporär und lokal zu einer verstärkten Geräuschentwicklung führen, insbesondere durch den damit verbundenen Baustellenverkehr.

STORAG ETZEL ist darauf bedacht, Beeinträchtigungen der Anwohner bei erforderlichen Baumaßnahmen durch Information, Verkehrsregelung sowie ggf. durch Schallschutz und Arbeitszeitregelungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Umweltschutz wird bei STORAG ETZEL tagtäglich gelebt. Dies bedeutet für uns: Wir halten uns selbstverständlich an alle Umwelt- und Energiegesetze, sonstige geltende Vorschriften und sowie technische Standards. Umweltauswirkungen werden bereits bei der Planung und dem Bau von Anlagen berücksichtigt und im Betrieb werden Emissionen und Abfallmengen kontinuierlich reduziert, um Ressourcen zu schonen.

Der Energieverbrauch unserer Anlagen wird kontrolliert und hinsichtlich Effizienz weiterentwickelt. Die Qualitätssicherung in den Bereichen Anlagensicherheit, Energie und Umwelt spielt für uns eine große Rolle, weshalb regelmäßige Überprüfungen und Bewertungen durchgeführt werden, um unsere Umwelt- und Energieleistungen stetig zu verbessern.

Umweltmanagement bei STORAG ETZEL

STORAG ETZEL setzt sich aktiv für den Umweltschutz ein. Das Umweltmanagement von STORAG ETZEL ruht auf 3 Säulen:

  1. Etwaige Umwelteinwirkungen auf Luft, Wasser, Boden in der Betriebsphase reduzieren
  2. Den Lebensraum Kavernenanlage Etzel (Mensch, Flora und Fauna) ausbauen
  3. Den langfristigen Auswirkungen des Bergbaus (Senkungen) entgegenwirken

Uns ist bewusst, dass wir uns mit unserer Geschäftstätigkeit im Gestaltungsraum "Industrie und Umwelt" bewegen. Der Blick von außen ist uns dabei auch im Tagesgeschäft wichtig. Deshalb beziehen wir hier nicht nur externe Berater ein, sondern haben uns vorgenommen, unser Umweltmanagementsystem und die dahinter liegenden Arbeitsprozesse im Jahre 2019 entsprechend den Anforderungen der Norm DIN EN ISO 14001 zertifizieren lassen.

Welche Schwerpunkte setzen wir im Umweltmanagement in 2019 hinsichtlich unserer 3 Säulen?

1. Etwaige Umwelteinwirkungen auf Luft, Wasser, Boden in der Betriebsphase reduzieren

Im Rahmen unserer täglichen Arbeit setzen wir auf kontinuierliche Verbesserung, um etwaige Umwelteinwirkungen möglichst zu vermeiden oder auf das Nötigste zu beschränken. Einzelne Aspekte betrachten wir dabei besonders aufmerksam.

Ein Beispiel: Während der Betriebsphase sind Umweltbeeinträchtigungen durch Leckagen ein Risiko. Sensibel sind dabei die Verbindungsstellen von Rohrleitungssystemen. STORAG ETZEL hat es sich zum Ziel gesetzt, den technischen Fortschritt, z.B. im Bereich moderner Leckage-Erkennungssysteme, im Alltag zu testen und damit über den gesetzlich geforderten Standard, dem sog. "Stand der Technik" hinauszugehen. In 2019 werden wir in diesem Zusammenhang mit den Testreihen zu neuen Technologien und Verfahrensweisen starten. Über Erkenntnisse und Anwendungen werden wir Sie auf dieser Seite informiert halten.

Aber auch im Rahmen der Realisierung anderer (Bau-)Projekte haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Umweltleistungen zu verbessern und damit wiederum die gesetzlich vorgeschriebenen Standards zu übertreffen. Hier weitere Beispiele:

  • STORAG ETZEL geht bei der Südfeldsanierung, Austausch u.a. von Rohrleitungen, hinsichtlich der Molchbarkeit des Leitungssystems und Wanddicke der Rohre über die gesetzlichen Forderungen hinaus
  • Die Anlagentechnik z.B. auf dem STORAG ETZEL-Betriebsplatz wird vorausschauend hinsichtlich Gewässerschutz fortlaufend optimiert
  • Seit 2018 werden im Kavernenfeld seitens STORAG ETZEL verstärkt elektrische Betriebsmittel anstatt von Verbrennungsmotoren genutzt, um lokal Emissionen zu verringern
  • STORAG ETZEL arbeitet bei Abfällen und Recyclingmaterial nur mit zertifizierten Anbietern zusammen. Dies gewährleistet für uns einen ordnungsgemäßen Umgang mit Rest- und Wertstoffen

 

2. Den Lebensraum Kavernenanlage Etzel (Mensch, Flora und Fauna) ausbauen

Sowohl die STORAG ETZEL-Betriebsbereiche als auch unsere Ausgleichsflächen geben uns die Möglichkeit, neue Lebensräume für Flora und Fauna zu schaffen. In den vergangenen Jahren wurden hierzu im Nordfeld mehrere Maßnahmen umgesetzt, wie z.B. ein Wildacker sowie eine Fasanenfütterung für die Winterfütterung freilebender Tiere in Absprache mit der örtlichen Jägerschaft. Für 2019 ist geplant, weitere Flächen zu identifizieren, um dort Wildblumenwiesen und -streifen zu entwickeln. Unsere großen Kompensationsflächen werden in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde und Fachleuten zielgerecht gepflegt und ökologisch entwickelt. 

Auf unserem Unternehmensblog "Lebensraum Kavernenanlage Etzel" informieren wir Sie über bereits bestehende Facetten im Umfeld der Kavernenanlage und berichten über aktuelle Maßnahmen und Entwicklungen im Kavernenfeld.


3. Den langfristigen Auswirkungen des Bergbaus (Senkungen) entgegenwirken

Senkungen in Folge des Bergbaus und deren mögliche Wirkungen sind ein zentrales Thema heute und in den kommenden Dekaden. Seit Beginn des Kavernenbaus in Etzel im Jahr 1971 hat sich als unmittelbare Wirkung der Bergbauaktivitäten über dem Kavernenfeld eine sehr flache, mit bloßem Auge nicht erkennbare Mulde gebildet, die sich zu den Rändern so weit nivelliert, dass dort keine messbaren Auswirkungen mehr festgestellt werden.

Um die zukünftige Entwicklung der Senkungen während der Betriebszeit und der anschließenden Kavernenverwahrung abzubilden, hat STORAG ETZEL eine Senkungsprognose erstellen lassen, die den Senkungsverlauf über 300 Jahre darlegt. Darauf aufbauend zeigt eine Auswirkungsanalyse, dass im Ergebnis die Senkungswirkungen beherrschbar sind und die die Machbarkeit der "Trockenhaltung" des Senkungsgebiets durch bewährte Maßnahmen der Wasserhaltung erreicht werden kann. Über weitere Schritte und Planungen von Gegenmaßnahmen werden wir fortlaufend unter der Rubrik "Auswirkungsanalyse" auf dieser Website informieren.